Fragen?

Ich bin noch nie gesegelt, kann ich trotzdem mitfahren?
Generell: ja! Der Skipper stellt immer eine Crew zusammen, in der sichergestellt ist, dass die notwendigen Fähigkeiten an Bord sind. Natürlich wird von Dir erwartet, dass Du Dich im Rahmen Deiner Möglichkeiten für die notwendigen Tätigkeiten einbringst.
Ich habe Angst, seekrank zu werden. Kann ich Vorsorge treffen?
Ja. Vermeide folgende Verhaltensweise: Anreise direkt nach der Arbeit, reichlich Alkohol am Abend, wenig Schlaf und dann auf See. In dieser Kombination wirst Du seekrank, selbst wenn das Meer spiegelglatt ist.Es gibt auch ungünstige Verhältnisse, die Seekrankheit begünstigen, z.B. Wellen von hinten. Sollte es Dich erwischen: Bleibe an Deck, setze Dich möglichst zentral über den Drehpunkt. Fixiere den Horizont, vermeide schnelle Augenbewegungen. Oder lege (!) Dich in eine Koje, das hilft schnell. Spätestens an Land geht es Dir in Minuten besser.
Wie ist das mit der Privatsphäre?
Nun, die ist bauartbedingt nur in sehr beschränktem Maße gegeben. Da das aber alle an Bord betrifft, fördert das eher das Gemeinschaftsgefühl. Ein gewisses Maß an Rücksicht und Toleranz ist schon notwendig.
Wie sicher ist das Schiff?
Sehr! Ich wage mal die Aussage: Solange Du an Bord bleibst, bist Du sicher.
Der Roland liegt sehr ruhig im Wasser, die gut 30t Verdrängung („Gewicht“), bringen eine gewisse Ruhe in das Schiff, was sich zusätzlich auf das subjektive Sicherheitsgefühl positiv auswirkt.
Die Ausrüstung des Schiffes wird regelmäßig extern auf Sicherheit überprüft und abgenommen.
Gibt es Duschen an Bord?
Ja, für jeden eine eigene! Nein, Spaß.
Nein, gibt es nicht. Die Einrichtung entspricht dem Standard der 50er Jahre in den USA (wo das Schiff umgebaut wurde).
Gute Duschmöglichkeiten gibt es in praktisch jedem Hafen, die in der Regel abends angelaufen werden. Tipp: Einfach Waschlappen mitnehmen. Altmodisch aber hilfreich.
Soll ich mit meinem Hartschalenkoffer anreisen?
Nein, auf keinen Fall! Platz ist absoluter Luxus an Bord und die Staumöglichkeiten haben zum Teil kuriose Formen. Also: Sehr flexible Reisetasche oder Seesack nehmen, die sich nach dem Auspacken möglichst klein macht. Tipp: Die Kleidung nach Gruppen sortieren und in separate Packbeutel packen. So findet man seine Socken auch noch nach einer Woche.
Benötige ich unbedingt Segelklamotten?
Mhh, schwierige Frage. Tendenziell ist es empfehlenswert, da sich die Lebensqualität bei schlechtem Wetter drastisch erhöht. Kalt und nass ist eben Mist. Wasserfest, ist schon wichtig.
Welche Schuhe soll ich mitnehmen?
Auf jeden Fall keine Schuhe mit schwarzen Sohlen. Die machen Striche auf dem Holzdeck! Sie sollten wasserunempfindlich sein und gut sitzen. Zusätzlich ein Paar Gummistiefel mit dünner Sohle, also nicht die, von der Baustelle.
Welche Klamotten soll ich mitnehmen?
Der Jahreszeit entsprechend sollten sie wärmen können und Wind abhalten. Mit dem Zwiebelprinzip lässt sich mit wenig Volumen viel abdecken. Beim Packen durchdenken und nicht additiv einpacken. Will alles getragen und verstaut werden.
Gibt es besondere Tipps für die Ausrüstung?
Falls Du eine Sehhilfe benötigst, sind Kontaktlinsen besser als Brille.
Nicht vergessen: Sonnenbrille, Sonnencreme (!).
Hilfreich: Augentropfen (wg. Wind),je nach Gegend: Autan; Bepanthen und Pflaster (Ratscher passieren), leichte Handschuhe (z.B. Fahrradhandschuhe), Ohrstöpsel (einer schnarcht immer)
Wie ist das mit dem Schlafen?
An Bord gibt es drei Schlafbereiche, die jeweils durch Türen voneinander getrennt sind: Eine Doppelkoje im Bug (vorne im Schiff). Dort gibt es eine zusätzliche Toilette. Dieser Bereich ist gut für Paare oder Personen geeignet, die sich gut kennen und räumliche Nähe gut ab können.
Mittschiffs im Salon befinden sich 4 Kojen, jeweils zwei an Back- und Steuerbord. Die unteren sind zugleich die Sitzbänke des Salons und werden zum Liegen ausgezogen. Wer dort schläft, deponiert tagsüber seine Schlafutensilien auf der jeweiligen darüber liegenden oberen Koje. Ob die unteren Kojen genutzt werden, hängt von der Belegung des Schiffes ab.
Achterlich, zwischen dem Salon und dem Cockpit, befinden sich zwei weitere Kojen, die normalerweise von den Schiffsführern belegt sind.
Für Sonderfälle gibt es noch zwei weitere Kojen achterlich, die allerdings sehr eng sind (Hundekojen). Normalerweise ist in ihnen alles mögliche verstaut.
Muss ich Bettzeug mitbringen?
Lediglich Schlafsack oder Zudecke. Spannbetttücher und Kopfkissen sind an Bord.
Gibt es eine Toilette?
Ja
Wie ist das mit dem Kochen?
Sollte jeder mal machen. Es soll aber Skipper geben, die auch ausgesprochen gerne kochen.
Küchendienst?
Machen die, die nicht gekocht haben.
Medien?
Die Musikanlage hat einen Anschluss für „Player“ (3,5mm Klinke).
Fernseher gibt es selbstverständlich nicht!
In vielen Häfen gibt es Hotspots. (Zugänge werden nach Absprache aus der Bordkasse bezahlt sofern sie nicht kostenlos sind)
Essen an Bord?
In der Regel wird zu Beginn des Törns nach Absprache aus der Bordkasse verproviantiert. Der Skipper hat Erfahrung bezüglich der benötigten Mengen. Wünsche und Vorlieben sind abzusprechen. Auf vielen Törns werden tatsächlich alle Mahlzeiten an Bord eingenommen. Das muss nicht so sein, entspricht aber häufig den Wünschen der Teilnehmer.
Wie komme ich an Bord?
Die An- und Abreise ist von Dir selbst zu organisieren.
Was darf ich auf keinen Fall vergessen?
Ausweis, Reisedokumente, Kreditkarte (mit Geheimnummer für Bargeld!)
Gute Laune, Toleranz und Rücksichtnahme.